Regiebericht

Regiearbeiten und Regiebericht einfach erklärt

Regiearbeiten, auch Stundenlohnarbeiten genannt, rechnen Sie nach dem tatsächlichen Aufwand an Zeit und Material ab, nicht nach einem vereinbarten Einheits- oder Pauschalpreis. Nachweisen lassen sie sich üblicherweise mit einem Regiebericht, den Ihr Auftraggeber abzeichnet. Regiezettel und Rapportzettel meinen im Alltag weitgehend dasselbe: Rapportzettel sagt man eher in Süddeutschland und der Schweiz, Regiebericht und Regiezettel am Bau und in Österreich, Stundenlohnzettel ist der Begriff der VOB/B (Stand der Angaben: 17.10.2026).

Klemmbrett mit leerem Blatt neben offenem petrolblauem Werkzeugkoffer, Kupferrohr und Fittings in einem gefliesten BadKI

Was die VOB/B sagt, wenn sie vereinbart ist

Die folgenden Regeln gelten nur, wenn die VOB/B vereinbart ist. Stand der Angaben: 30.10.2026. Das ist allgemeine Orientierung und keine Rechtsberatung.

Was muss ich vor und während der Stundenlohnarbeit tun?

Nach VOB/B § 15 Abs. 3 zeigen Sie dem Auftraggeber die Ausführung von Stundenlohnarbeiten vor Beginn an. Über die geleisteten Arbeitsstunden und den Verbrauch von Stoffen, Geräten und Maschinen reichen Sie je nach Verkehrssitte werktäglich oder wöchentlich Listen ein, die Stundenlohnzettel.

Was passiert nach dem Einreichen der Zettel?

Der Auftraggeber gibt die bescheinigten Stundenlohnzettel unverzüglich zurück, spätestens innerhalb von 6 Werktagen nach Zugang. Einwendungen kann er auf den Zetteln anbringen oder gesondert schriftlich erheben. Zettel, die nicht fristgemäß zurückkommen, gelten als anerkannt.

Wann werden Stundenlohnarbeiten vergütet?

Nach VOB/B § 2 Abs. 10 nur, wenn sie als solche vor ihrem Beginn ausdrücklich vereinbart worden sind.

Was bedeutet die Unterschrift auf dem Regiebericht?

Die Unterschrift des Auftraggebers bestätigt Art und Umfang der aufgeführten Leistungen. Sie ersetzt weder die vorherige Vereinbarung der Stundenlohnarbeit noch eine Abnahme.

Was in den Regiebericht gehört

Unsere Regiebericht-Vorlage nach VOB/B steht als ausfüllbares PDF bereit. Die Angaben sind der Inhalt unserer Vorlage, keine gesetzlichen Pflichtangaben.

Die Vorlage fragt Nummer und Datum, Bauvorhaben sowie Vertrag oder Auftragsnummer ab, dazu Auftraggeber und Auftragnehmer. Festgehalten werden auch die Vereinbarung und die Anzeige der Stundenlohnarbeit sowie der Anlass.

Dazu kommen Personal mit Zeiten, ausgeführte Leistungen, Material und Geräte. Ganz unten stehen die Einwendungen des Auftraggebers sowie Ort, Datum und Unterschriften.

Sie füllen die Vorlage direkt am Rechner aus.

Regiebericht-Vorlage nach VOB/B (PDF, ausfüllbar)

Digitale Unterschrift zur Arbeitsbestätigung in heynote! – fiktives Testkonto

Abzeichnen am Handy

Statt Zettel hinterherzutelefonieren, zeigt Ihr Monteur dem Kunden den Tag direkt auf dem Handy.

In heynote! gibt es dafür die Arbeitsbestätigung mit Unterschrift: Der Monteur zeigt Arbeitszeit, Arbeiten, Material und die Notiz des Tages. Der Kunde unterschreibt direkt auf dem Handy und gibt seinen Namen an.

Die Unterschrift umfasst alle projektbezogenen Einträge seit der letzten Abnahme und macht sie systemweit schreibgeschützt. Im Backoffice sind die unterschriebenen Einträge markiert, die Unterschrift lässt sich dort ansehen, und die Einträge lassen sich nicht mehr ändern oder löschen.

Gesperrt sind Einträge auch, sobald ein Einsatz abgerechnet und archiviert ist. Korrekturen gehören deshalb vor die Unterschrift.

Danach geht es zur Rechnung: Die unterschriebenen Stunden und das Material gehen als Rechnungsvorlage an Lexware Office oder sevdesk. Bei FastBill gibt es Kundenimport und Rechnungsexport. Das Büro prüft die Vorlage vor dem Versand.

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